Marken, Gemeinde Waterland, Niederlande

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superbobbelsche76

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Hallo liebes Forum,

heute möchte ich Euch einen Ort vorstellen der mir sehr am Herzen liegt.

Die Halbinsel Marken

Marken war bis 1957 eine Insel der Zuiderzee. Nachdem Marken per Damm mit dem Festland verbunden wurde, ist es eine Halbinsel. Sie liegt in der Provinz Noord-Holland und gehört dort zur Gemeinde Waterland. Um Marken liegt das Markermeer. Wer es genau wissen will: gemäß offizieller Angabe wurde der Deich zwischen Vasteland und Marken am 17 Oktober 1957 um 13.11Uhr geschlossen. Marken war immer sehr stark auf die Fischerei angewiesen. Dieser Erwerb lohnte sich nicht mehr, nachdem die Zuiderzee ein Binnensee wurde. Bis 1991 war Marken eine eigenständige Gemeinde. Seit 1991 ist sie Teil der Gemeinde Waterland.

Allgemeine Daten:
Einwohner: ca. 1.846
Marken hat eine sehr eigentümliche Bebauung. Der Grund liegt darin, dass die Insel immer wieder überschwemmt wurde. Die Häuser wurden daher erhöht oder auf Pfählen gebaut. Meist baute man die Häuser eng aneinander bzw. immer in kleine Gruppen, weil es nicht so viele erhöhte Plätze auf der Insel gab. Der Ort lebt heute praktisch vom Tourismus. Besonders ausgeprägt ist der Tagestourismus. Die Besucher kommen meist vom Festland, von Volendam aus. Eines der Wahrzeichen der Insel ist die farbige Tracht der Bewohner, die auch heute noch häufig getragen wird. Durch die lange Isolation als Insel hat sich in Marken bis heute ein eigener Dialekt gehalten - das Markens.

Ab Mitte März bis etwa Mitte Oktober gibt es einen Fährdienst zwischen Marken und Volendam von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Ja, im Zuge unseres Urlaubes in Egmond aan Zee haben wir in Noord-Holland so einiges an Kilometern gemacht und auf unserer Suche nach Leuchttürmen und schönen Orten sind wir dann auf Marken gelandet.

Man fährt von Amsterdam aus über die N247 bis Waterland um dann durch kleinere Örtchen zum Waterlandse Zeedijkweg zu kommen. Hier fährt man über einen ca. 3 Kilometer langen Deich um dann auf Marken auf einem großen, bewachten Parkplatz zu stehen.

Für Besucher gilt ab hier: Weiter gehts per Pedes oder mit dem Fahrrad.

Die Parkgebühr liegt bei 2,50 Euro, wobei man pro Person nochmal je 1 Euro Touristentaxe zahlen muss.

Wir haben dann erstmal unseren Rucksack gepackt und sind zu Fuss weiter. Man bekommt am Parkplatz auch eine Beschreibung mit Strassenplan, mit welchem man sich auch recht gut zurecht findet.

Die ersten Schritte Richtung Ortskern/Hafen gemacht, passiert man eine kleine Brücke und steht quasi direkt vor einem kleinen Lädchen in dem Souvenirs angeboten werden. Dieses Lädchen beherrbergt aber auch eine kleine Schnitzerei für Clogs. Man kann, je nach dem also live dabei sein wie Clogs hergestellt werden.

Das haben wir uns gespart weil wir noch die ganze Insel erkunden wollten und ein wenig Sorge hatten daß das Wetter umschlagen könnte.

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Vorbei an wunderschönen, kleinen Häusern, Lädchen und engen Gassen kamen wir dann zum Hafen...

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Der Hafen an sich ist wunderschön. Ringsherum gibt es einige Cafés, schöne alte Schiffe, ein original eingerichtetes Fischerhaus sowie eine kleine Leuchtbake zu sehen. Hier ist auch die Anlegestelle für die Fähre aus Volendam.

Man hat also irgendwie das Gefühl in einer, längst vergangenen Zeit zu sein.

Nachdem wir uns schon 2 Stunden im Hafen aufgehalten haben und in einem Cafe das Treiben beobachtet hatten wollten wir uns ein Fahrrad leihen um den Rest der Insel zu erkunden.

Zurück an der Brücke vom Anfang suchten wir nach dem "fietsverhuur". Da nicht genau zu erkennen war wo man denn nun Fahrräder leihen konnte, fragten wir an dem Eisstand, direkt neben der Brücke nach.

Die freundliche Eisverkäuferin sagte uns dann, daß man bei ihr die Räder leihen kann. Also führte sie uns über den Parkplatz, wo auch unser Auto stand, zu den Rädern.

Man kann die Räder stundenweise ausleihen, wobei die angefangene Stunde pro Rad 4 Euro kostet.

16 Euro ärmer, konnte es also losgehen Richtung Leuchtturm.

Der Turm ist wirklich gut von überall zu sehen, aber es gibt auch einen beschilderten Radweg welcher, quer über die Insel zum "Vuurtoren" leitet. Der Radweg ist etwa 2 Kilometer lang und endet quasi direkt vor dem Leuchtturm. Der Weg zum Turm war schon wirklich schön weil man durch die Polderlandschaft, vorbei an Pferden, Schafen, Kühen, Schwänen, Ziegen, Bienenstöcken und so weiter fährt.

Dann stand er vor uns.... Das Objekt der Begierde......Het Paard van Marken.normal_1098169.jpg

Meiner Meinung nach, einer der schönsten Leuchttürme der Niederlande.

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Den Spitznamen "Pferd von Marken" trägt er aufgrund seiner eigentümlichen Silouette. Halt ähnlich wie ein Pferd.

Leider steht der Turm auf Privatbesitz und ist der Öffentlichkeit nicht zugängig.

Während meiner Fotosession kam mir dann noch ein wirklich tolles Segelschiff vor die Linse:

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Jedenfalls haben wir nach einer Stunde Aufenthalt den Rückweg angetreten. Rund um die Insel führt ein (mehr oder weniger guter) Radweg. Da wir also das Landesinnere vom Hinweg schon kannten, sind wir aussenrum, über die Deiche zurückgefahren.

Man passiert auf dem Weg um die Insel einige "Warften". Ich denke hiermit sind wohl die Höfe gemeint.

Die Radtour brachte uns auch an den nördlichen Zipfel der Insel. Hier schliesst ein 2,5 km langer und 30 Meter breiter „blinder“ (unvollendeter) Deich, der Bukdijk (deutsche Wortbedeutung: „Bückdeich“), in Richtung Volendam an die Insel an, ein Relikt des aufgegebenen Landgewinnungsplans Markerwaard, das bereits 1941 angelegt, jedoch nicht vollendet wurde.

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Der Bukdijk (zu deutsch etwa: Bückdeich) zu sehen im Hintergrund.

Etwas weiter hat man dann noch die Möglichkeit, das Örtchen quasi von aussen zu fotografieren.

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Wenn man dann weiter fährt, kommt man am Hafen wieder an.

Die gesamte Rundfahrt um die Insel soll, laut der Dame vom Radverleih, etwa 9 Kilometer lang sein. Und es lohnt sich wirklich.

Wenn man ins Innere des Örtchens geht und sich in Richtung der Kirche aufhält bekommt man noch viele schöne Fotomotive von wirklich engen Gassen, zwischen den Häusern. Die Gassen sind zum Teil kaum einen Meter breit. Es mutet ein wenig an, wie vor einigen Hundert Jahren.

Es gibt sicherlich noch einiges mehr zu entdecken aber ich will nicht alles vorweg nehmen. Man soll ja auch die Möglichkeit haben, schöne Dinge selbst zu entdecken.

Resümierend lässt sich sagen, daß Marken ein wundervolles Fleckchen Erde ist. Für jemanden der Ruhe sucht und Land und Leute entdecken möchte, traditionelle Trachten mag oder schöne Fotomotive sucht genau das Richtige. Und für Leuchtturmliebhaber ist Marken eh ein unumgängliches Muss.

Ich hoffe, daß ich nichts wichtiges vergessen habe und daß ich Euch vielleicht zu einem Ausflug nach Marken animieren konnte.

Lieber Gruß Thomas
 
Ein wunderbarer, sehr informativer Bericht. Macht richtig Spass zu lesen. Mit den herrlichen Fotos hat man das Gefühl die Halbinsel schon recht gut kennen gelernt zu haben.

LG

Evamago
 
Da können wir Evamago nur zustimmen, wirklich ein schöner Bericht. Wir mögen ja auch Leuchttürme und Kirchen und der vorgestellte Turm ist echt toll. Sieht wirklich malerisch aus dort !

Das Ausflugsziel ist jetzt auch auf der Karte zu finden, gar nicht so einfach zu finden bzw. die Positionsmakierung zu setzen, google findet das nämlich erstmal so nicht - aber wir habens geschafft 
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. Das zeigt aber wie klein diese Insel dann doch ist.

Unser Forum : http://ausflugtipps.homesites.de
 
Vielen Dank für das positive Feedback. Da macht es noch doppelt so viel Spaß

Gruß Thomas
 
Sehr schöner Bericht.

Eine schöne Variante ist auch über den Deich und Monnickendam nach Volendam zu fahren, von dort aus mit dem Touridampfer (er nimmt die Fahrräder mit) wieder nach Marken.

Oder von Volendam oder Monickendam aus zu starten.
 
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