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Nachdem ich mich hier nochmal durchgelesen habe und anschließend im Thread "Brocken/Harz" war, fiel mir wieder eine skurile Geschichte ein.
Es war 1985 oder 1986. Ein damaliger Arbeitskollege nahm sich ein paar Tage Urlaub, um seinen 10jährigen Sohn in der Kur zu besuchen. Der Kurort lag am äußeren Sperrgürtel (ca. 5km) zur Grenze und er benötigte einen Passierschein. Mit diesem Passierschein mietete er sich in eine Pension ein. In einem Schreibwarenladen erkundigte er sich nach interessanten Wanderwegen und fragte nach Wanderkarten. Nur Minuten später war der Wanderplan zunichte, denn er wurde gefahren. Und zwar ging es direkt zum Stasiverhör. Er wurde verdächtigt, die Grenze ausspionieren zu wollen und abzuhauen. Mehrere Tage blieb er in Gewahrsam, seinen Sohn sah er dort nicht.
Als ich ihn vor ein paar Wochen mal traf, erzählte er mir von seinem Rentnerleben, das geprägt ist von Wanderungen durch den Harz. Er hat inzwischen alle wichtigen Wanderwege im Osten und im Westen des Harzes erkundet. Wie für viele von uns ist der 9.November 1989 zu seinem "2. Geburtstag" geworden.
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