Der 1. August, Bundesfeiertag der Schweiz

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Evamago

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Wie jedes Land, hat auch die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Natürlich auch mit seiner ganz eigenen Geschichte, die vielleicht einige von euch kennen, die Schillers „Wilhelm Tell“ gelesen oder eine der zahlreichen Verfilmungen gesehen haben. Zur Geschichte, an dieser Stelle von mir nur ganz kurz. Durch die Eidgenossenschaft der drei Kantone Uri, Nidwalden und Schwyz, im 13.Jahrhundert, geht die Geburtsstunde der Schweiz zurück. Viel mehr kann man, wen es interessiert unter folgenden Links nachlesen.

Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Bundesfeiertagde.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Bundesfeiertag

http://www.tell.ch/schweiz/1august.htm

Ich möchte euch an dieser Stelle, die kleinen Begebenheiten erzählen, die andem Tag bei uns passieren können.

Vorne weg, die Schweiz putzt sich für den Tag raus. Viele Gemeinden, ob gross oder klein haben über die Jahre ihre eigenen Traditionen entwickelt. Es gibt kleine Feste, Ansprachen, Musik und für die Kleinsten sicher hier und da einen Spielplatz oder einen Streichelzoo. Wer als Besucher in der Zeit in der Schweiz ist, sollte sich dem Tag nicht entziehen. (Das geht auch nicht wirklich. Dazu müsste man sich einschliessen)

Es ist aber auch der Tag der Landwirte. Viele Höfe öffnen ihre Türen für einen 1. August Brunch auf dem Bauernhof. Wer regionale Spezialitäten kennenlernen möchte, ist am 1. August auf einem Hof am richtigen Platz. Butterzopf, 1.Augustwecken, Butter, Käse- und Wurstspezialitäten, Honig und Marmeladen, Säfte, Weine, Obst, Desserts und vieles mehr, je nach Region. Selbstverständlich alles aus eigener Produktion. Meist schliessen sich mehrere Höfe zusammen und organisieren gemeinsam einen Anlass. Die Stimmung an dem Tag ist gemütlich. Herrlich natürlich, wenn die Sonne scheint und so ein 1. August Brunch auf dem Bauernhof, kann gut und gerne bis zum Nachmittag dauern. Je nach Region und Tradition, sieht man die spezifischen Trachten der Gegend und sicher spielt auch eine Musiktruppe. Selbstverständlich geht es ländlich zu und her. Besonders schön sind natürlich die Alphörner. An dem Tag kommt man schnell ins Gespräch.

Der Link führt zu den Adressen:

www.brunch.ch

Am Abend ist die Zeit der Grillfeste. Das findet häufig privat mit Freunden statt. Aber auch einige Gemeinden organisieren für den Abend Grillfeste. In der Schweiz grillt man oft und gerne. Sitzt gemütlich nach dem Essen mit einem Glas Rotwein zusammen. Nach dem Eindunkeln ist die ganze Schweiz ein einziges Feuerwerk. Je nach Region kann das bis Mitternacht dauern. Es gibt neben den privaten Feuerwerken natürlich auch offiziell organisierte Spektakel.

Persönlich gefallen mir die Höhenfeuer in den Bergregionen aber noch viel besser. Dazu wird das Holz schon Tage vorher auf die Berggipfel gebracht und am Abend des 1. Augustes angezündet. Die Feuer sind weithin sichtbar. Es entstehteine eigentümliche und schöne Stimmung.

Allen einen schönen 1. August. Auch wenn sie an dem Tag keinen Feiertag haben.

Evamago
 
Danke Evamago und ein herzhaftes Viva la Grischa, pardon, es lebe die Schweiz.
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Ein ganz besonderes Erlebnis ist an unserem Nationalfeiertag ein Nachtflug über die Schweiz. Je nach Flughöhe hört man das Geknalle nicht und kann ganz einfach die farbige Vielfalt der Feuerwerke von oben geniessen.
 
@ Grischuna
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"Wir wollen sein,......."
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eh schöene 1. Augschte

Nachtflug. Ja das wäre mal was. Aber noch viel lieber dann durch die Bergregionen. Dann müsste man doch auch all die Höhenfeuer sehen. Macht ihr so einen Nachtflug?

Das Wetter sollte ja nicht so schlecht sein. Grüsse mir das schöne Bündnerland. :-) Das wir unbedingt mal wieder besuchen müssen. Der Kanton kommt in diesem Jahr ein bisschen kurz. Ich weiss, das ist unverzeihlich. Aber wir haben ja noch den Herbst, wenn der Wald "leuchtet".

LG

Evamago
 
Gell Evamago, der Herbst im Engadin mit seinen gelben Wäldern hat schon etwas magisches an sich und ist einfach wunderschön. Ein Nachtflug mit einem privaten und dementsprechend nicht dazu ausgerüsteten Heli ist leider nicht möglich, mit einem Flächenflugzeug mit Nachtausrüstung schon. Au eu a schöna erschta Auguscht
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Ach ja, wie es sich für rechte Patrioten gehört, fahren wir mit Bahn, Schriff und Bergbahn auf die Klewenalp, wandern von dort via Stockhütte - Emmetten - Seelisberg aufs Rütli. Dort schlossen ja bekanntlich Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden per Eid den Bund, der gegen die bösen Vögte der Habsburger und legten damit den Grundstein zur Eidgenossenschaft. Der Rütlischwur Der Mond stand hoch in den funkelnden Sternen, und das zarte Schleierband der Milchstrasse überspannte den nächtlichen Himmel über dem Vierwaldstättersee. Kaum spürte man das leise Lüftchen, das vom Gotthard her über den Urnersee strich und mit dem tanzenden Widerschein des Mondes spielte. Mächtig reckten die Urner- und Schwyzerberge ihre zackigen Häupter zum Himmel empor. Ringsum war alles still wie im schweigenden Raume eines Domes. Mensch und Tier schliefen. Nur auf der waldumsäumten Rütliwiese brannte ein kleines Feuer. Dort wachten ein paar Männer im flackernden Lichtschein. Sie redeten wenig. Um so aufmerksamer horchten sie gegen den See hinunter. Manchmal erhob sich Walter Fürst und schritt, tief in Gedanken versunken, zum Rande der Wiese, von wo aus er gegen Brunnen hinüberblickte. Wie Firnschnee strahlte sein weisses Haupthaar im Mondschein. Vom See herauf klatschten Ruderschläge. Die Schwyzerfreunde nahten heran. Sie landeten mit ihren beiden Nauen und stiegen den steilen Hangweg empor zum geheimen Platz auf der Rütliwiese. Ab Yberg stützten sie den alten Konrad Hunn, weil diesen die schwanken Beine kaum mehr zu tragen vermochten. Walter Fürst schritt den Männern entgegen und begrüsste zuerst mit innigem Händedruck seinen geliebten Freund Werner Stauffacher. Hierauf begaben sie sich zum Feuer, wo die Urner ihre Schwyzerfreunde mit unterdrücktem Jubel empfingen. Bald tauchten aus dem Walde andere Männer auf. Die Kapuzen der Hirtenhemden hatten sie über den Kopf gezogen, und in den Händen hielten sie knorrige Stöcke. Die Unterwaldner waren es. Am frühen Abend schon hatten sie daheim ihre Höfe verlassen und waren, geführt vom jungen Arnold, zum versteckten Platz gekommen. Müde und doch zufrieden setzten sie sich beim Feuer nieder. Nachdem alle einander begrüsst und kennengelernt hatten, stieg Werner Stauffacher auf einen Stein, von dem aus er die Männerschar aus den drei Tälern gut überblicken konnte. "Brüder", begann er in feierlichem Tone zu sprechen, während die Männer sich erhoben, "im Namen Gottes stehen wir hier und reichen einander die Hände. Ein Wille, ein Ziel einigt uns: Frei wollen wir sein ! In tiefster Not versprechen wir, einander zu helfen, im Kampfe gegen die Vögte zusammenzustehen und uns vor keiner Gewalt zu beugen. Ist einer unter euch, der nicht bereit ist, sein Leben, sein Gut und sein Blut zu opfern, so verlasse er den Kreis !" Keiner regte sich, alle schwiegen. Da sprach Stauffacher mit feierlichem Ernste das Gelöbnis: "So erhebet, meine Freunde von Uri, Schwyz und Unterwalden, eure Hand zum Schwure ! Der dreieinige Gott sei Zeuge, dass wir beschlossen haben, unsere Freiheit gegen jede fremde Macht und Gewalt zu schützen für uns und unsere Kinder !" Wie ein heiliger Chor erklang der Schwur in der stillen Nacht :" Wir geloben es." Die Hände senkten sich, und in das versunkene Schweigen sprach Walter Fürst andächtig wie ein Gebet die Worte: " Gott sei mit euch und eurem Bunde, meine Eidgenossen !" Staufacher fuhr fort: " Eidgenossen, wir sind entschlossen, unsere Peiniger, die Vögte, zu vertreiben. Wer einen Ratschlag weiss, der spreche sich aus !" In den Reihen entstand wirres Gemurmel, das erst wieder verstummte, als Arnold von Melchtal aus der Reihe trat und seinen Vorschlag kundtat. "Wir müssen die Herren mit List ergreifen. Am Zinstag oder in der Neujahrsnacht, wenn wir unsere Geschenke in die Burgen tragen, kommen wir unbehelligt hinter die Mauern. Wir halten die Waffen unter den Hemden versteckt, und auf ein verabredetes Zeichen geht‘s los. Ein paar Dutzend Getreue genügen, um dem Vogt samt seinem Gesinde den Graus zu machen." " Gut gesprochen !" rief Rudolf Stauffacher, der ehemalige Schwyzer Landammann, dem jungen Unterwaldner zu. Lauter Beifall begleitete seine Worte. Arnold glühte vor Eifer und Begeisterung. Der vornehme Unterwaldner Landammann von Oedisriet aber gab zu bedenken : " Männer, ihr vergesst, wie stark der Feind ist. Wenn wir die Vögte vertreiben, machen wir uns den Kaiser und seine verwandten Herzöge und Fürsten zu Feinden. Ich frage euch : " Seid ihr bereit, mit schlechten Waffen gegen ein mächtiges Reiterheer zu kämpfen ?" "Wir sind bereit ! Der Kaiser ist Tot ! Wir werden die Reiter von den Rossen herunterholen !" Die lauten Rufe tönten wirr durcheinander. Nochmals versuchte der Landammann, die kampfesfreudigen Männer zur Besinnung zu bringen. "Wir sollten noch zuwarten mit dem Burgensturm, bis der neue Kaiser gewählt ist. Vielleicht wird es kein Habsburger mehr sein, und wir könnten ohne Waffen und Blut unsere Vögte loswerden." Wiederum wurde der Sprecher durch Zwischenrufe unterbrochen: " Albrecht, des Kaisers Sohn, ist nicht besser als sein verstorbener Vater. Er wird uns neue Vögte ins Land schicken. An Weihnachten schlagen wir zu !" Auch der Urner Freiherr von Attinghausen wollte die Männer beschwichtigen: " Mit Waffe und Kampf richten wir gegen einen überlegenen Feind nichts aus. Wenn wir besiegt werden, gibt‘s schlimmere Zeiten, als wir sie jetzt erleben. Wir sollten dem neuen Kaiser unsere rechtmässigen Klagen vortragen und ihn um eine mildere Herrschaft bitten." Aber auch dieser Vorschlag kam bei den Männern nicht gut an. " Wir haben lange genug gewartet, und es hat alles nichts genützt." "Gewalt muss mit Gewalt bezwungen werden !" rief Werner Stauffacher von Schwyz dem Urner Freiherrn entgegen. Im Osten begann es schon zu dämmern. Es war Zeit zum Aufbruch. Werner Stauffacher stellte die letzte Frage: " Wollt ihr den Kampf gegen die Vögte und ihren Anhang wagen ?" Wie aus einem Munde kam die Antwort: " Wir wollen es wagen, so Gott uns helfen wird !" Entschlossen begaben sich die Bauern auf den Heimweg.Quelle : http://www.infozentralschweiz.ch/ Besten Dank. 
 
@ Grischuna: Oh was für eine tolle Route, die ihr für heute geplant habt. Beneide euch darum. Das alleine ist schon ein Ausflugtipp.

Mit deinem Bericht, hast du dem Thema noch die Krone aufgesetzt. Damit haben alle Besucher des Forums, die den 1. August und unseren Bundersfeiertag nicht kennen, einen recht genauen Überblick bekommen. Einfach klasse. Danke dir herzlich für die Antwort.

Euch einen wunderschönen Tag. Das Wetter stimmt.

Schönen 1. August

Evamago

PS: Oh ja über das Bündnerland wird man hier sicher bald mehr zu lesen bekommen. Aber nicht nur im Herbst ist die Region ein Schmuckkasten. Ich finde Graubünden ist das ganze Jahr eine Reise wert. Im Winter, für alle Sportler und Naturliebhaber, im Frühling wenn die Wälder wieder grün werden, im Sommer zum Wandern und im Herbst, wenn alles leuchtet. Wir lieben den Nationalpark sehr. Übrigens ist es in den letzten Jahren gelungen Bartgeier wieder an zu siedeln.
 
Sali, Sali Zäme
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Morn isch s wiedr sowit.

1. August.

Wir haben unseren Nationalfeiertag. Selbstverständlich mit "Buurebrunch" und Feuerwerk und dem Grill im Garten.

Jetzt dürfen wir alle mal wieder unsere Textkenntnisse der Nationalhymne zum Besten geben.
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Die da lautet:


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Trittst im Morgenrot daher,
Seh‘ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland


index.html
Kommst im Abendglühn daher,
Find‘ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen!
Denn die fromme Seele ahnt
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.


index.html
Ziehst im Nebelflor daher,
Such‘ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.


Fährst im wilden Sturm daher,
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender, Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt,
Ja, die fromme Seele ahnt,
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.Ich gestehe bis zur 2. Strophe komme ich ohne Spickzettel.
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Jetzt wollt ihr sicher noch eine Melodie dazu....Mal sehen....[url=
 
Hallo Evamago!

danke für deinen Beitrag über den schweizer Bundesfeiertag .. In Östereich feiert man da nicht so groß,   arbeitete einmal in der Schweiz und bekam mit wie es  da an  diesem Tag  in einem Hotel zu ging.. die Mitarbeiter, egal welcher Nation  bekamen damals vom Patron ein besticktes Trachtenhemd (das wir dann wieder abgeben mussten) und beim Hotel am Zugersee gab es auch ein spezielles Festmenü  und ein Feuerwerk. Damals  gab es im schweizer  Bundestag in Bern auch eine  Austellung ... über die Besonderheiten der Schweiz, das sich die Deutschschweizer durch ihre vielen Dialekte schwieirgier  verständigen können , als die  Frankophonen oder die Welschen .....  (das war 1991)

lg Harti
 
Jetzt ist es dann bald wieder soweit. Ganz spannend wird der 1. August in diesem Jahr im Raum Zürich. Denn am 2. August ist im Zoo Zürich noch langer Samstag, bis 22:00 Uhr und in der Stadt findet die Street Parade statt. Das wird ein heisses Wochenende. :-)

Noch ein Nachtrag zu Harti: :-) Zu den Welschen gesellen sich noch der italienische Teil der Schweiz und nicht zu vergessen die Rätoromanen aus dem Engadin. :-) Ganz schön viele Sprachen für so ein kleines Land und doch funktioniert es. :-)
 
@ Evamago: glaubte das die Welschne die Italienisch Schweizer sind  als wünsche ich noch eine angenehme Woche! lg Harti
 
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